Interview mit Nils Grubba

Diese Woche interviewte ich Nils Grubba. Ich sprach mit ihm über seine Zeit im Fußball, seine heutige Tätigkeit als Art Director und wie das Ganze im Zusammenhang miteinander steht. Außerdem sprachen wir über unsere Kooperation, die wir im kommenden Jahr intensivieren möchten.

FERDINAND HERFELDT: Nils, du hast selber eine lange Zeit Fußball gespielt. Erzähl doch mal kurz, wie deine Fußballkarriere so verlaufen ist.

NILS GRUBBA: Zurückblickend hatte ich eine tolle Zeit als Fußballer. Schon in jungen Jahren hat der Fußball sehr viel Zeit in meinem Leben eingenommen. Nach der Schule wurde meist mit meinem Bruder im Garten gekickt, dabei musste dann auch mal die ein oder andere Keramikfigur des Nachbars dran glauben (lacht). Über einige Jugendstationen bekam ich in der B-Jugend die tolle Chance mich einige Monate bei Bayer04 Leverkusen zu beweisen. Von Tag 1 an, über ein Trainingslager in Qatar bis hin zu Testspielen im Bayer-Trikot neben Spielern wie z.B. Danny Da Costa habe ich diese Zeit komplett aufgesaugt und war stolz wie Bolle. Leider hat es im Nachhinein nicht ganz gereicht, sodass ich daraufhin zu Fortuna Düsseldorf gewechselt bin. Nach der Jugend habe ich dann noch einige Jahre im Landesliga-und Mittelrheinliga Bereich gespielt. Schlussendlich sind es wahrscheinlich die ganzen Orte, Menschen und Charaktere, die ich auf dieser Fußballreise kennenlernen durfte. Dafür bin ich sehr dankbar. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an meine Eltern, die etliche Kilometer mit mir auf den Autobahnen herumgetingelt sind, nur um Trainings oder Spiele möglich zu machen.

FERDINAND HERFELDT: Mit deiner heutigen Tätigkeit bist du dem Profisport weiterhin sehr verbunden. Was machst du genau?

NILS GRUBBA: Ich arbeite als ArtDirector und betreue High-Level-Athleten. Dabei konzentriere ich mich primär auf die Außendarstellung der Sportler. Ich bin quasi die kreative Schnittstelle zwischen den Sponsoren und dem Management des Spielers. Ob PR/Sponsoring, Produktionen, Social Media oder Events, kein Tag ist wie der andere.

FERDINAND HERFELDT: Du betreust vor allem Fußallprofis aus der 1. und 2. Bundesliga sowie der 3. Fußball-Liga. Worin unterscheiden sich die Aufgaben, wenn du einen Erstliga- oder Zweiligaspieler betreust?

NILS GRUBBA: Ein etablierter 1. Liga Spieler kann ganz anders vermarktet und gesponsert werden als ein 2. – oder 3. Liga Spieler. In der Hinsicht gibt es große Unterschiede, selbst im Profi-Geschäft. Für Spieler aus der 2. und 3. Liga bezieht sich die Zusammenarbeit vermehrt auf die Unterstützung und Beratung von medialen Inhalten. Das kann z.B. in Form von Fotoproduktionen oder der Erstellung von Matchday-Grafiken sein.

FERDINAND HERFELDT: Warum ist es für einen Fußballer wichtig, Social Media Kanäle wie Instagram zu nutzen?

NILS GRUBBA: Naja, Social Media bietet einem Fußballer eine Plattform sich nahbar zu machen. Ganz egal, ob entrückter Held oder Shootingstar, Kanäle wie Instagram können im besten Fall dazu beitragen eine Person aus dem öffentlichen Leben menschlicher wirken zu lassen. Jedoch werden viele Spieler leider nur auf ihren Marktwert reduziert. Ich glaube, dass es für die Sportler wichtig wäre, sich selbst als etwas zeigen zu können, was sie wirklich sind. Dafür braucht man dann aber Bilder und Sprache, die genau das transportieren, und zwar abseits des Geldes und Platzes. Ein heikles Thema, in Zeiten der Hyperkommunikation, wenn du mich fragst. Wir alle sollten bezogen auf das Thema wieder gut daran tun, den Fokus von der Quantität auf die Qualität zu lenken.

FERDINAND HERFELDT: Welche Rolle spielen Sponsorenverträge bei deiner Tätigkeit?

NILS GRUBBA: Da ich fast täglich mit großen Sponsoren wie z.B. Puma, Nike, Nivea, Sky oder Bulgari in Kontakt stehe, nehmen diese Verträge eine enorme Rolle in meiner Tätigkeit ein. Für High-Level-Athleten ist dies meist eine tolle Möglichkeit neben ihrer Basis, dem Sportbusiness, für ihre Zukunft vorzusorgen. Jedoch muss man sich auch bewusst darüber sein, dass nur ein geringer Teil der Bundesliga-Spieler von Sponsoren dieser Kategorie vertreten werden.

FERDINAND HERFELDT: Wir beide werden im neuen Jahr ein gemeinsames Projekt beginnen. Dabei verbinden wir unsere beiden Welten. Damit decken wir in Zukunft in einer Kooperation dann Themen wie PR & Sponsoring, Kommunikation, Social Media sowie Vermögensaufbau für Profifußballer ab. Was können Profifußballer von dieser Kooperation erwarten?

NILS GRUBBA: Wir wollen ein Rundum-Paket erschaffen, das dem modernen Profi-Athleten eine bestmögliche Betreuung neben dem Platz bietet. Dabei wollen wir Ansprechpartner in vielen Nicht-Sportlichen Themen werden und somit einen Mehrwert schaffen. Unser Anspruch ist es, den Partnern aus dem professionellen Fußball stets persönlich und mit interdisziplinären Know-How zur Seite zu stehen. Unsere Herangehensweise ermöglicht es schnell, innovativ und vor allem effizient auf Projekte und Ideen einzugehen und beste fachliche sowie kreative Lösungen zu schaffen. Ganz egal, ob es um die Entwicklung einer medialen Kampagne oder eine Sponsoring / Image/ Content-Marketing-Strategie geht.

FERDINAND HERFELDT: Wie stehst du selber eigentlich zum Thema Finanzen? Machst du schon etwas in die Richtung?

NILS GRUBBA: Bedingt durch meine Selbständigkeit ist das Thema ständiger Begleiter. Es sind viele Faktoren zu beachten, die man in einem angestellten Verhältnis vielleicht nicht unbedingt in Betracht ziehen muss. Ein nerviges Thema, um ehrlich zu sein. Dennoch bin ich happy, Leute wie dich zu kennen, die einem in diesem Bereich professionell beiseite stehen. Auch in Hinblick auf perspektivisches Anlegen.

FERDINAND HERFELDT: Danke dir für das Interview und ich freue mich auf das neue Jahr und die Zusammenarbeit.

NILS GRUBBA: Gerne Ferdi, ich mich auch.